Chronik

Die "Spassvögel" in Singen (Remchingen) scharten sich 1966 zusammen, bei einer allgemeinen Gaudi zur Zeit der Kappenabende. Für Fasnachtdienstag wurde ein ärrisches Fußballspiel vereinbart, die so genannten "Stahlhelmer", hart wie die aus Zeitungspapier gefalteten Schiffchen auf ihren Häuptern gegen die ungekrönten "Pfinztalcafe-Prinzen". Das närrische Spielchen endete unentschieden. Aber die Begeisterung auf dem Rasen und am Spielfeldrand war so groß, dass es zur Gründung einer närrischen Gesellschaft nur eines kleinen Schrittes bedurfte:

 

Am 8.März 1966 schlüpften die "Spaßvögel", bildlich gesprochen, aus den Eiern und gründeten die Carnevalsgesellschaft Singen. "Sie lernten schnell fliegen und zwitscherten bald in allen Tonlagen", notiert der Chronist. Prinzenpaar, Garden und Elferrat voran setzten die "Spassvögel" seitdem bei der "Feier des Elften im Elften", bei der Prunk- und Fremdensitzung sowie beim Umzug am Fasnachtdienstag alles daran, ihrem Namen Ehre zu machen. Sie sangen in Singen immer lustiger. Dabei halten sie an Traditionen fest.

 

So fehlt bei Veranstaltungen nie der legendäre "Singener Schütz" mit den Bären, welche den "Bärensängern" einer Gesangsgruppe ihren Namen gaben. Auch neue Traditionen entstanden, so eine lustige Gruppe von den "Spassvögeln" mit selbstgeschneiderten Federkleid-Kostümen und originellen Schnabel-Masken.

 

1987 erwarb die Carnevalsgesellschaft den ehemaligen Tanzsaal eines Gasthauses mit diversen Nebengelassen als Vereinsdomizil. Seitdem wird alles umgestaltet, hauptsächlich von den Mitgliedern mit Fleiß und Eigenarbeit zu Übungsräumen für die Jugend-, Junioren- und Prinzengarde, sowie zu Veranstaltungs-, Werkstatt- und Aufbewahrungsräumen für den umfangreichen Fundus der Gesellschaft. Ein geeigneter Ort der schnelles Wachstum der Gesellschaft garantieren sollte.

 

Sozusagen in Privatinitiative fand sich eine Guggenmusik zusammen, die alsbald in den Verein integriert werden konnte. Was bis dahin niemand für möglich gehalten  hatte war nun plötzlich Wirklichkeit: Singen hatte seine erste Guggenmusik, die "Bääreglopfa". Obwohl auf Anhieb eine stattliche Zahl mit dabei war, ist die Gruppe ständig bemüht neue Mitglieder zu gewinnen und auch den musikalischenAnspruch weiter zu entwickeln. Auch dem jüngsten Kind in der Vereinsgeschichte gelang ein ähnlich guter Start.

 

Jede Menge Gleichgesinnte konnten von der Idee eine Hexengruppe ins Leben zu rufen begeistert werden. Nachdem man im Schwarzwald einen geeigneten Schnitzer für die wunderschönen, furchteinflössenden Holzmasken gefunden hatte stand der Gründung der "Singemer Töpfleshexen" nichts mehr im Wege. Rund 400 Mitglieder (1999) zeugen von einem sehr agilen Verein, der durch die Bandbreite seiner Aktivitäten ein Betätigungsfeld für Jedermann bietet